Saisoneröffnung im nostalgischen Thermalfreibad in Bad Bodendorf


Viel Arbeit in der Winterpause

Nach umfangreichen Bauarbeiten konnten die ersten Schwimmer ihre Bahnen im Becken ziehen

Bad Bodendorf. Kein Badewetter für Weicheier: Gerade einmal vier Grad Außentemperatur gab es für die ersten Härtefans des nostalgischen Thermalbades in Bad Bodendorf, die bereits kurz nach sechs ihre Bahnen zogen. Bei der offiziellen Feier zum Anschwimmen war es mit acht Grad um 11.30 Uhr am Gründonnerstag auch nicht viel besser. Dafür plätscherte das kristallklare Heilwasser allerdings mit wohligen 24,4 Grad im Becken.
In Rheinland-Pfalz und auch in Nordrhein-Westfalen ist das Bad auch in diesem Jahr wohl das erste, das Schwimmvergnügen im kristallklaren Thermalwasser anbietet. Die traditionelle Eröffnung am Gründonnerstag stand in diesem Jahr allerdings auf Messers Schneide. Denn die umfangreichen Bauarbeiten im Winter wurde sozusagen auf den letzten Drücker fertiggestellt.

Bürgermeister Wolfgang Kroeger hatte in seiner Begrüßungsansprache die Arbeiten noch einmal zusammengefasst. Dabei gab es eine geplante Baustelle: Für rund 95.000 Euro ließ die Stadt Sinzig einen neuen behindertengerechten Sanitärbereich bauen. Bereits für diese Maßnahme hatte der Förderverein um seinen Vorsitzenden Hans Diedenhofen 10.000 Euro lockergemacht.

Aber im nostalgischen Thermalbad hatte sich auch eine zweite, vollkommen unplanmäßige Baustelle aufgetan. Die ließ sich am besten in dem Wort „Filterkatastrophe“ zusammenfassen. Denn die im Jahr 1986 errichtete Enteisenungsanlage ist am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Es fielen außerplanmäßig noch einmal 45.000 Euro an. Auch für diese Arbeiten gab es 10.000 Euro vom Förderverein. Und so gab es beim obligatorischen Glas Sekt viele „Dankeschöns“: an den Förderverein, aber auch an die Schwimmbadpächter Frank und Eva Riffel und an die vielen ehrenamtlichen Helfer. Kleiner Randaspekt in Sachen Integration: zur Helferschar zählen auch vier in Westum wohnende afghanische Flüchtlinge.

Im Bad Bodendorfer „Kurviertel“ hatten aber auch die beiden Stellflächen des Wohnmobilhafens im Kurpark und am Sportplatz ihre offizielle Saisoneröffnung. Ebenso öffnete die Tourist-Info erstmals in diesem Jahr ihre Pforten.